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5 Gründe, warum ein Flat-File-CMS die bessere Wahl als WordPress und Co. sein kann

Philipp Zeder

Philipp Zeder in Blog

Veröffentlicht am 19. Nov. 2015

23Kommentare

Inhaltsverzeichnis

  • 1. Geschwindigkeit
  • 2. Sicherheit
  • 3. Einfaches Setup, auch lokal
  • 4. Versionskontrolle und Backups
  • 5. Simplizität
  • Welches Flat-File-CMS ist das richtige für mich?

Vor einiger Zeit haben wir Ihnen drei Flat-File-CMSe vorgestellt. Aber warum sollte man überhaupt ein Flat-File-CMS einsetzen? Wir haben fünf Gründe zusammengetragen, die für den Vorzug gegenüber herkömmlichen, datenbankbasierten Content-Management-Systemen sprechen.

Ein Flat-File-CMS wie Grav ist blitzschnell installiert.
Ein Flat-File-CMS wie Grav ist blitzschnell installiert.

1. Geschwindigkeit

Mit Systemen, die nur auf Dateien basieren, muss der Webserver nicht auf Inhalte aus einer Datenbank warten. Das macht die meisten Flat-File-Systeme von Haus aus schneller als ihre datenbankbasierten Pendants. Nicht verwunderlich, dass die besten Caching-Lösungen für WordPress und Co. im Grunde nichts anderes machen, als statische Dateien aus den Datenbankinhalten zu generieren.

2. Sicherheit

Mit fehlender Datenbank fällt auch ein verbreiteter Angriffsvektor weg: SQL-Injections. Das kann ein Sicherheitsvorteil gegenüber datenbankbasierten Systemen sein. Schlussendlich kommt es aber hier auf die Codequalität eines Systems an, egal ob dieses datei- oder datenbankbasiert ist.

Flat-File-Systeme sind ausserdem noch lange nicht so verbreitet wie z.B. die Top-5-CMS unserer Kunden. Deshalb sind keine grossangelegten Angriffe auf Flat-File-CMSe zu erwarten – zumindest vorerst.

3. Einfaches Setup, auch lokal

Zugegeben, auf einem unserer Webhosting-Pakete ist es dank dem Scriptcenter kinderleicht, datenbankbasierte Systeme zu installieren. Lokal sieht die Sache anders aus. Zwar existieren Tools, die es einem einfach machen, ein Entwicklungssetup aufzubauen. Aber wer schonmal datenbankbasierte Systeme lokal aufgesetzt und das System dann auf ein Webhosting kopiert hat, weiss wie kompliziert diese Aufgabe sein kann.

Mit einem Flat-File-CMS müssen lediglich die Dateien des Systems auf ein Webhosting kopiert werden. Das Hantieren mit Datenbanken und Einstellungen entfällt.

4. Versionskontrolle und Backups

Ohne den Faktor Datenbank lässt sich eine Website viel einfacher per Git verwalten. Dem Kunden gefällt die neuste Version des Designs nicht? Eine Änderung erzeugt Fehler? Springen Sie einfach einen Commit zurück.

Backups lassen sich ebenfalls problemlos erstellen. Laden Sie das komplette Verzeichnis, in welchem sich Ihr Flat-File-CMS befindet, einfach per FTP herunter. Zudem lässt sich dieser Vorgang bestens automatisieren.

5. Simplizität

Verglichen mit den alteingesessenen Content-Management-Systemen sind Flat-File-CMSe weniger komplex und bieten einen beschränkteren Funktionsumfang. Damit sind sie zwar nicht für jeden Einsatzzweck geeignet. Für gefühlte 95% aller privaten und KMU-Websites reichen die Funktionen eines Flat-File-Systems allerdings völlig.

Welches Flat-File-CMS ist das richtige für mich?

Haben wir Ihr Interesse an einem Flat-File-CMS geweckt? Dann brauchen Sie jetzt nur noch das passende System zu wählen. Auf flatphile.co und in dieser Liste bei GitHub finden Sie eine grosse Auswahl an Content-Management-Systemen, die ohne Datenbank auskommen.

Mir persönlich hat es zurzeit das System Grav angetan, wie so oft ist das aber reine Geschmackssache. Falls Sie ganz generell auf der Suche nach einem alternativen System zu WordPress und Co. sind, finden Sie in unserem Blogbeitrag 5 Content-Management-Systeme, die Sie vielleicht noch nicht kennen weitere Inspiration. Viel Spass beim Testen :)

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23 Kommentare

Oliver Lohse
Oliver Lohse
26. Jan. 2024

Hallo Philipp,
ich bin nun schon ein echtes Urgestein im CMS Segment und kenne sie fast alle. Angefangen von WordPress, über Bludit, PICO, GetSimple, Typemill, Automad und und und, habe ich alle die namhaften und unbekannten privat oder beruflich genutzt. Alle Kandidaten sind hier und da toll und am längsten ging meine Liebe zum Flatfile CMS mit PICO und Bludit. Bei PICO hatte in der letzten Zeit viele Probleme mit PHP8+ und beim Bludit CMS ärgert mich der Aufbau des Routings (warum muss eine Kategorie mit ‚category‘ beginnen? Ich habe daher im letzten Jahr ein eigenes FlatFile CMS entwickelt und möchte es auf diesem Wege etwas publizieren, es ist https://FlightCMS.de welches ich im Sommer 2024 zum kostenlosen Download veröffentlichen werde. Wenn du magst würde ich mich sehr über einen Backlink freuen und setze einen auf FlightCMS ebenfalls.
LG Oliver von FlightCMS.de

Philipp Zeder
Philipp Zeder
CYON
1. Feb. 2024

Danke für den Link und viel Erfolg mit dem Projekt, Oliver.

oekoplatt
oekoplatt
15. Feb. 2021

Mich ärgert die gegenwärtige WordPress-Entwicklung, aber um über einen Umstieg mit der bestehenden Seite nachzudenken, würde mich mal interessieren, ob es ein Flatfile-CMS (ggf. mit Plugins/Addons) gibt, das auch Folgendes ermöglicht:
– Kommentare
– automatische Benachrichtigungen über neue Artikel/Beiträge
– Events, Eventlisten bzw. Kalender
– RSS-Feeds der eigenen Site
– Aggregation und Darstellung von RSS-Fremdfeeds
– Formulare, deren Eingaben verschlüsselt versendet werden können.

Viele Grüße
Wolfgang

Philipp Zeder
Philipp Zeder
CYON
25. Feb. 2021

Hi Wolfgang, um Kirby, Grav und Statamic haben sich ziemlich grosse Ökosysteme gebildet. Da dürftest Du in Sachen Plugins und Flat-File-CMS die besten Chancen haben, eine entsprechende Erweiterung zu finden:

  • https://getkirby.com/plugins
  • https://getgrav.org/downloads/plugins
  • https://statamic.com/addons
Oliver Lohse
Oliver Lohse
13. Dez. 2020

Mittlerweile habe ich das geniale Bludit-Framework so gut durchdrungen, das ich ein Theme nach dem nächste nach x-beliebigen Wünschen aus dem Ärmel schütteln kann. Der Leser erkennt keinen Unterschied ob der Blog mit WordPress oder Bludit betrieben wird – im ernst!
Viele Grüße Oliver

Oliver Lohse
Oliver Lohse
7. Feb. 2020

Ich habe vor kurzem meine großen Seiten mit etwa 1-2 Mio Lesern im Jahr auf das CMS Bludit umgestellt – habs nicht bereuht. Der Angriffsvektor ist nun auf 0 gesunken – das ist wirklich klasse.
Gruss Oliver

Torsten
Torsten
30. Sept. 2018

Ich glaube, man kann gar nicht so pauschal sagen, ob Flat File oder Datenbank besser ist. Ich denke, es hängt alles sehr stark von der Qualität der Quellcodes ab.

Beim datenbankgestützten WordPress hatte ich nie gravierende Schwierigkeiten, mit concrete5 hingegen mehrmals massive Probleme, sowohl mit der Datenbank als auch mit dem exzessiv eingesetzen JavaScript-Zeug.

Bei den datenbanklosen Flat-File-Systemen ist es ähnlich. Manche Content-Management-Systeme werden ständig weiterentwickelt und laufen stabil, wie etwa Bludit, andere wiederum werden anscheinend nur nach Lust und Laune verbessert und der Support durch den Programmierer ist schlecht, und die Community ist, sagen wir mal, nicht besonders rege.

Ein Vorteil der datenbanklosen Systeme ist auf jeden Fall die leichte Datensicherung – Content-Dateien auf den lokalen PC laden und im Schadensfall einfach wieder per FTP auf den Server laden. Wer sich schon einmal mit einer korrupten Datenbank herumschlagen musste, wird das wohl zu schätzen wissen. Und, wie schon von anderen Kommentatoren erwähnt, kann es natürlich auch keine SQL-Injections geben, die ja häufig bei datenbankgestützten CMS vorkommen.

Meine derzeitigen Flat-File-Favoriten sind Bludit und Grav. Ganz gut finde ich auch noch Typesetter. CMS ohne Admin-Backend sind für web-affine Leute gut, für normale Kunden sicherlich nicht, etwa TextPress, Phile oder Pico.

Klaus Scherbarth
Klaus Scherbarth
26. Aug. 2018

Ich bin gelernter Mediendesigner und absolut kein Programmierfreak. Als Alternative zu dem intuitiven und vor Möglichkeit strotzenden WordPress nehme ich den Pate aller Flatfile-Systeme: CMSimple Version XH. Es lässt sich kinderleicht auf xampp installieren (lokaler Server und Testumgebung) und von dort kinderleicht per ftp in den Webspace schieben. Das Look and Feel, das gesamte Handling ist übersichtlich und sehr einfach. Das System wurde von einem Dänen entwickelt und wird von Deutschen Entwicklern fortgeführt. Das Backend wirkt sehr aufgeräumt und der gefühlte Sprung von Backend zu Frontend ist minimal, da selbst im Adminbereich Teile des Site-Layouts sichtbar bleiben. Templates und Erweiterungen lassen sich kinderleicht in die jeweiligen Ordner schieben und das Switchen zum neuen Template_Layout geht sekundenschnell. Das CSS und HTmL der gesamten Seite lässt sich direkt in der Seite editieren. So werden spezifische Änderungen schnell umgesetzt. Natürlich gibt es für Standardänderungen Einen WYSIWYG Editor den man wahlweise durch einen anderen (als Erweiterung) ersetzen kann. Die Seitenverwaltung und Ordnerverwaltung ist ähnlich intuitiv wie in Windows. Meine Frage: warum taucht das mit fünf Sternen ausgezeichnete System (bei Heise-Online) hier nicht in der Bewertung auf?

Flat-File Fan
Flat-File Fan
24. Apr. 2018

Finde auch das flatfile-basierende CMS-Systeme gut sind, allleine schon wegen der Geschwindigkeit: dieses hier z.B. http://www.cmseinfach.de holt beim Speedtest um die 90 Punke. Deshalb für «kleinere» Seiten sind diese System einfach nur toll, wobei die Dinger mit Homepages bis zu 1000 Seiten ohne weiteres klarkommen. Dieses CMS ist auch ein Klassiker, bietet alles was man so braucht, inkl. Kontaktformular: http://www.cmsimple-xh.org/de/
Und bludit.com läuft auch sehr gut, wurde oben schon erwähnt, es muss ja nicht immer WordPress sein.

Mathias R. Ludwig
Mathias R. Ludwig
21. Apr. 2018

Ich habe typemill, herby, flatcore, grav-admin, pico, mdwiki, getsimple, htmly, bludit als Ersatz für einen WordPress blog getestet. Das Ergebnis ist enttäuschend. Obwohl das die üblichen empfohlenen flatfile Projekte sind, die alle Welt bejubelt, sind sie kein wirklicher Ersatz für einen Blog. Wenn man nach den Projekt Beschreibungen geht, reden die Verantwortlichen dann auch immer nur von ‚einfacher Webseiten- Erstellung‘ – und das ist eben kein blog.
Miese Auswahl an Themes (und die wenigsten responsive), Kategorie und tags Verwaltung meistens Asche, einige machen dann doch nicht (einfaches) markdown, sondern dann xml oder json Kram, Such- plugins funktionieren nicht, plugin- Auswahl miserabel, die Erfassung im Index von google ist fraglich, weil es bei manchen keine brauchbare URL gibt, Bild oder Galerie- Verwaltung ist ein Armutszeugnis, keine vernünftigen Update- Funktionen (außer der Hinweis, Admina muss ja nur einen Ordner umbenenne und den neuen entpacken. Wenn updaten so einfach ist, warum kann keiner einen entsprechenden composer Aufruf einprogrammieren?)…
Und so weiter. Also nochmal: einen Blog(!) mit flatfile ist (momentan) nicht möglich. Aktuell teste ich noch mit typemill, aber dann kann ich Blog aufgeben – weil meine Überschriften zu lang wären.
Grüße aus Frankfurt.

Orlando
Orlando
22. Nov. 2015

Also ich kann Grav nur empfehlen. Nutze es seit paar Monaten und bin sehr zufrieden.

Ernst
Ernst
20. Nov. 2015

War Frontpage von Microsoft auch ein solches Flatfile System? Noch verwalte ich meine Page mit Frontpage, alles lokal auf dem PC und dann mit WSFTP synchronisieren. Welches Produkte würde sich denn am besten eignen um Frontpage, das ja doch schon sehr alt ist abzulösen? Was mit bei Frontpage sehr gut gefällt, ist die einfache Verwaltung des Aufbaus und simples drag and drop von Seiten innerhalb des Auftrittes. Ich will keinen Blog sondern eine mehrheitlich statische WEB Seite betreiben.
Vielen Dank für Tipps.

Uwe Keim
Uwe Keim
29. Jan. 2016

Auch ich arbeite bei einem Hersteller ähnlich des Web2date-Nachfolgers (ich sage nicht bei welchem ;-)

Im Gegensatz zu Systemen wie Frontpage nimmt Dir ein so genanntes «Desktop CMS» u.a. ab, dass der komplette Rahmen um Deine einzelnen Seiten (also das Layout, die Menü-Struktur, usw.) immer einheitlich ist.

Für einfacher Szenarien würde ich deshalb ein Desktop CMS empfehlen. Wenn es um die verteilte, gleichzeitige Bearbeitung von Inhalten geht, tendiere ich stark zu einem Web-basierten System.

Philipp Zeder
Philipp Zeder
CYON
23. Nov. 2015

Hallo Ernst, danke für Deinen Kommentar. Ich würde ein Flat-File-CMS eher in die Ecke von Systemen wie WordPress, Joomla und Co. stellen. Mit dem Unterschied, dass eben keine Datenbank benötigt wird. Für die Ablösung von Frontpage kann ich Dir so etwas wie Siquando Web empfehlen.

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